Rentenlücke berechnen: die Versorgungslücke im Kundengespräch sichtbar machen
Die Rentenlücke ist eines der stärksten Argumente in der Altersvorsorge, aber nur, wenn der Kunde sie wirklich versteht. Hier liest du, wie du sie sauber berechnest und so darstellst, dass dein Kunde von selbst handeln möchte.
Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem Einkommen, das dein Kunde im Ruhestand braucht, und dem, was er voraussichtlich tatsächlich bekommt. Die meisten Menschen unterschätzen diese Lücke deutlich, weil sie nur auf die Zahl in ihrer jährlichen Renteninformation schauen und Inflation, Steuern sowie ihren echten Bedarf ausblenden.
Als Faustregel braucht ein Haushalt im Ruhestand etwa 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens, um den Lebensstandard zu halten. Die gesetzliche Rente deckt davon oft nur einen Teil. Genau diese Differenz solltest du im Gespräch sichtbar machen.
So berechnest du die Rentenlücke Schritt für Schritt
1. Ermittle den Bedarf im Ruhestand: Nimm das heutige Nettoeinkommen als Ausgangspunkt und setze den Versorgungsbedarf realistisch an (häufig 70 bis 90 Prozent).
2. Erfasse die voraussichtlichen Einkünfte: gesetzliche Rente laut Renteninformation, betriebliche Altersvorsorge und bereits bestehende private Verträge.
3. Bilde die Differenz zwischen Bedarf und Einkünften. Das ist die nominale Lücke.
4. Berücksichtige Inflation und Steuern. Eine Lücke von 500 Euro heute ist in 25 Jahren durch die Geldentwertung deutlich mehr wert, und auch die Rente wird besteuert. Erst mit diesen Faktoren wird die Rechnung ehrlich.
Aus Zahlen Betroffenheit machen
Eine Tabelle überzeugt selten. Was wirkt, ist die eine klare Aussage: „Ihnen fehlen ab Renteneintritt rund X Euro pro Monat.“ Wenn dein Kunde diese Zahl schwarz auf weiß und grafisch aufbereitet sieht, entsteht echter Handlungsdruck, und der ist die beste Grundlage für deine Empfehlung.
Arbeite mit einem Werkzeug, das die Berechnung automatisch erledigt und das Ergebnis sofort als verständliches Schaubild zeigt. So bleibst du im Gespräch beim Kunden statt bei der Formel.
Tipps für die Praxis
- Nutze die offizielle Renteninformation des Kunden als Ausgangspunkt, das schafft Glaubwürdigkeit.
- Rechne immer mit Inflation, sonst wirkt die Lücke zu klein.
- Zeige das Ergebnis als Monatsbetrag, nicht als abstrakte Gesamtsumme.
- Halte die Annahmen transparent, damit der Kunde die Rechnung nachvollziehen kann.